Doppelauftragwerke kommen immer dann zum Einsatz, wenn flexible Trägermaterialien auf Vorder- und Rückseite gleichzeitig beschichtet werden sollen, wahlweise mit gleichartigen oder verschiedenen Auftragmassen. Doch die bekannten Verfahren wie Rasterwalzenwerke aus der Wanne, Kiss-Coater mit Spaltdosierungen, doppelseitige Drahtrakelsysteme oder Vierwalzencoater bergen einige Risiken. Es muss mit Lösungsmittelverdunstung und Schaumentwicklung in der offenen Lackwanne gerechnet werden, darüber hinaus ist die mögliche Produktionsgeschwindigkeit begrenzt.
Bereits im Jahr 1996 hat Kroenert mit der Entwicklung der Druckkammerrakel-anwendung für Rasterwalzenauftragtechnik diese Probleme gelöst. Seitdem ist das Verfahren ständig weiterentwickelt worden.
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Doppelauftragwerk für Silikon- und Wachsemulsionen in AB 1.400 mm
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Die Doppelauftragwerke arbeiten mit Näpfchen- oder Linienrasterwalzen im Gleich- bzw. Gegenlauf zu den Übertragungswalzen. Das geschlossene, druckbefüllte Kammerrakel MPG 600 CI bringt das Beschichtungsmedium auf die Rasterwalzenoberfläche auf. Der von 50 bis 400 mbar regelbare Kammermassedruck bestimmt die Überfüllung der Raster und ermöglicht so eine Variation der Auftragmenge bei Verwendung der selben Gravurwalze.
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Mit dem Einsatz von Linienrasterwalzen im Doppelauftragverfahren wird die Beschichtungsmasse mit gegenläufiger Voreilung zur jeweiligen Gummiwalze übertragen, die wiederum im Gleichlauf zur Trägerbahn läuft.
Dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung dieser Technik im Kroenert Technologiezentrum konnte in den letzten Jahren der Wirkungsgrad erheblich verbessert werden
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4 Walzen Doppelauftragverfahren mit Linienrasterwalzen
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3 Walzen Doppelauftragverfahren mit Linienrasterwalzen
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Heute ist in Kroenert-Anlagen die simultane Beschichtung von Vorder- und Rückseite des Trägermaterials in Arbeitsbreiten bis zu 3.300 mm mit einer Geschwindigkeit von bis zu 750 m/min üblich. Nach dem Nassauftrag wird die Trägerbahn in einen horizontalen oder über eine kontaktlose Umlenkung in einen vertikalen Trockner geführt. Diese Umlenkung, der sogenannte Airturn, ist ein kontaktloses Bahnschwebesystem, der die Materialien auf einem Luftkissen falten- und knitterfrei um die Kurven trägt.. Die Arbeitsbreite und die Zugbereiche des Airturn-Systems sind verstellbar (>>Hier gehts zum Video).
Die Doppelauftragtechnik ist ausgesprochen flexibel und bietet viele Möglichkeiten, z. B.
- Einsatz von Chrom- oder Keramikwalzen
- Einsatz von Rakelmessern aus Edelstahl oder Keramik in spezifischer Materialdicke
- Gummiübertragwalzen in Sleevetechnik
- Kühlung oder Beheizung der Raster- und Gummisleevewalzen
- Individuell auf die Verarbeitungseigenschaften der Massen zugeschnittene Masseumlauf- und pumpsysteme
Doppelauftragwerke können inline in Papiermaschinen oder Filmherstellungsanlagen wie Reck- und Cast-Filmanlagen oder offline in Beschichtungsmaschinen eingebaut werden. Sie eignen sich besonders für folgende Beschichtungsaufgaben:
- Silikonisierung aus wässrigen Emulsionen
- Silikonisierung mit UV-vernetzbaren, lösungsmittelfreien Silikonen
- wässrige, kaolinhaltige Farbaufstriche auf Papier
- Auftrag von Wachsemulsionen zur Verbesserung des Scheuerverhaltens bedruckter Papiere
- Planlagensteuerung mit Feuchtmittelauftrag
- Barrierebeschichtungen zur Reduzierung des Wegschlagverhaltens bei Kraftpapieren
- Primerbeschichtungen
- Flammschutzmittelaufträge
- Antirutsch-Beschichtungen für verbesserte Stapelbarkeit
- Primer- und Topcoat (verschiedene Auftragmassen je Seite)
- Primer- und Releasebeschichtung (verschiedene Auftragmassen je Seite)
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4 Walzen Doppelauftragwerk der neuesten Generation in Trolley-Bauweise, AB 2.400 mm
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Die Doppelauftragtechnik revolutioniert die Anlagenkonzepte! Die Anlagen werden nicht nur kürzer, da sie nur noch aus einem Auftragwerk und einem Schwebetrockner bestehen, sondern auch wesentlich preisgünstiger.
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Für weitere Details wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Wolfgang Neumann (040/853 93 180, w.neumann@kroenert.de). |